Der kunstbegeisterte römische Kaiser Hadrian besuchte Athen während seiner Amtszeit 117 – 138 n. Chr. mehrmals. Er war ein bekennender Liebhaber Griechenlands und der griechischen Kultur und stiftete der Stadt mehrere Gebäude – teils zur Selbstverherrlichung, aber auch zu Ehren der griechischen Kultur. Allerdings war er auch in anderen Teilen Europas unterwegs, wie beispielsweise auch in Galicien.
Kaiser Hadrian – Die Hadriansbibliothek
Eines der eindrucksvollsten Gebäude war zweifellos die nach ihm benannte Hadriansbibliothek, die aus einem Innenhof mit einer Fläche von 70 x 100 Meter und dem eigentlichen dreistöckigen Bibliotheksgebäude bestand In dem Gebäude war Platz für mehr als 20.000 Schriftrollen. Die „Athener Universität“ wurde schon 267 bei einem Angriff der Heruler erheblich beschädigt und dann in die Stadtmauer Athens einbezogen.
Im 5. Jahrhundert wurde das Gebäude restauriert und im Innenhof eine christliche Kirche erbaut. Schon 200 Jahre später wurde die Kirche durch eine dreischiffige Basilika ersetzt und diese im 11. Jahrhundert wiederum überbaut. Die letzte Kirche Megali Panagia wurde 1895 bei einem Brand vollständig zerstört. Heute sind nur noch ein Teil der Außenwand des Bibliotheksgebäudes und einige Säulen des Peristyls erhalten.
Der Hadriansbogen
Der Hadriansbogen wurde 131 n. Chr. aus Gründen der Selbstverherrlichung errichtet. Das 18 Meter hohe Tor steht frei in der Nähe des Olympieion und bildet die Grenze zwischen dem alten griechischen Teil der Stadt und dem neuen römischen Quartier. Dieses bedeutende römische Monument wurde durch die hohe Luftverschmutzung Athens stark beschädigt und vor den Olympischen Spielen 2004 umfassend restauriert.
Außerdem ließ er die von Kaiser Augustus erbaute römische Agora beträchtlich erweitern und den Tempel des Olympischen Zeus – das Olympieion – fertigstellen, dessen Bau bereits im 6. Jahrhundert v. Chr. begonnen hatte.